Dasypeltis | Gonyosoma oxycephalla | Aspidelaps l. lubricus
Boaedon fuliginosus | Trachylepis punctatissima
 

Eierschlangen Dasypeltis

 
Es gibt zehn Arten, zwei davon mit Unterarten....
D. scabra, D. fasciata, D. inornata; D. atra, D. palmarum, D. abyssina, D. sahelensis, D. confusa, D. medici medici und D. m. lamuensis, D. gansi gansi und D. g. latericia.
Alle Arten kommen in Afrika vor, eine Ausnahme ist der südliche Teil der arabischen Halbinsel.
 
Dasypeltis Eierschlangen leben in den unterschiedlichsten Habitaten. Es gibt Arten, die im Regenwald vorkommen, andere besiedeln Savannen. D. atra kann man als montane Art noch über 2000 m Höhe antreffen. Nicht nur die Arten untereinander variieren, auch innerhalb einer Art gibt es sehr starke Färbungsunterschiede. Männchen werden in der Regel nicht so groß wie Weibchen. Normal sind 100-120 cm für Weibchen und 60-80 cm für Männchen. Natürlich gibt es auch hier Abweichungen von der Norm. Zwei Weibchen von mir sind über 120 cm und ein Männchen knapp 1 m lang. Die Terrarienhaltung ist nur einfach, wenn man eine Versorgung mit frischen Eiern garantieren kann. Diese müssen natürlich die richtige Größe haben, denn selbst Zwergwachteleier sind für Jungtiere zu groß. Wie der Name "Eierschlange" schon andeutet, fressen Dasypeltis nur frische Vogeleier! Das Becken sollte 80x40x80 cm (BxTxH) nicht unterschreiten; mehr Platz ist besser! Temperaturen sollten um 26-28°C tagsüber und nachts um 20°C (Zimmertemperatur) betragen. Ein 40W Spotstrahler, der einen lokal begrenzten Bereich auf etwa 35-38°C aufheizt, sollte nicht fehlen. Als Bodengrund kann man handelsübliche Blumenerde verwenden. Kletteräste, Korkröhren und ein Trinkgefäß vervollkommnen die Einrichtung. Für die Optik kann man einen Scindapsus oder Philodendron ins Becken stellen. Dasypeltis sind nicht sehr schwer und beschädigen somit die Pflanzen nicht. Sie sind sehr ruhige und harmlose Nattern, die allerdings nur in den Abendstunden zu sehen sind, denn sie sind nachtaktiv.
 
Interessante weiterführende Literatur über Dasypeltis gibt es hier:
 
HERMANN, R. (1994): Dasypeltis scabra - SAURIA, Suppl., Berlin, 16 (3): 289-296
 
HERMANN, R. (1994): Anmerkungen über eine unerwartete Nachzucht der ostafrikanischen Eierschlange Dasypeltis medici lamuensis Gans, 1957 - SAURIA, Berlin, 16 (3): 3-9
 
SCHILLERT, A. S. (2004): Dasypeltis fasciata - SAURIA, Suppl., Berlin, 26 (3): 609-612